Stephan Blezinger

Meisterwerkstätte für Flötenbau


Grenadill

 

grenadill

Das härteste der von mir verwandten Hölzer ist bekannt vor allem aus dem klassischen Holzblasinstrumentenbau - aus ihm werden die meisten Klarinetten und Oboen hergestellt. Grenadill wird oft mit Ebenholz verwechselt - es ist wie dieses nahezu schwarz und schwerer als Wasser, allerdings noch etwas dichter und fester, dabei etwas elastischer. Botanisch mit dem Palisander verwandt, kommt es jedoch nicht aus Südamerika wie die meisten Palisanderarten, sondern aus der afrikanischen Steppe. 

Aufgrund seines hohen Harzgehaltes ist Grenadill relativ unempfindlich gegen Feuchtigkeit und verzieht sich kaum. Wegen ihrer dichten und harten Oberfläche klingen Grenadill-Instrumente meist sehr markant und kräftig, oft mit einer gewissen Härte. Es eignet sich vor allem für hochbarocke Instrumente, die für virtuose Spielweise gedacht sind. Seine Robustheit lässt es auch geeignet erscheinen für den Einsatz avantgardistischer Spieltechniken.

Die dichte, harzhaltige Oberfläche und das hohe spezifische Gewicht bedingen, vor allem in kalten Räumen, ein sehr sorgfältiges Vorwärmen des Instruments, um Tröpfchenbildung im Windkanal zu vermeiden. Ansonsten ist Grenadill relativ pflege-unaufwendig.

Neue Schutzbestimmungen seit 2017

Das Wahsingtoner ARtenschuztz-Abkommen CITES stellt u.a. Grenadill unter strengen Schutz.

Deshalb kann ich Instrumente aus Grenadill bis auf weiteres nicht mehr in Länder außerhalb der EU exportieren.

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